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Kategorie: Persönliches

Sagen was ist

Sagen was ist

... oder was eine Twit­ter-Sper­rung bedeu­tet Am Frei­tag, den 6. Novem­ber 2020 gegen 19 Uhr erhielt ich von Twit­ter die Benach­rich­tung, dass mein Twi­t­­ter-Account gesperrt wur­de. Grund für die Sper­rung war ein Tweet, den ich bereits am 6. Okto­ber gepos­tet hat­te. Offen­bar gab es eine gan­ze Rei­he von Mel­de­mu­schis, die sich an die­sem Tweet abge­ar­bei­tet haben, denn bereits am 14. Okto­ber und am 16. Okto­ber infor­mier­te mich Twit­ter dar­über, dass "Beschwer­den" dazu ein­ge­gan­gen sind. Inter­es­san­ter­wei­se war das Zen­s­ur­team von Twitter...

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Reisebeobachtungen aus der Provinz

Reisebeobachtungen aus der Provinz

Zwei Wochen Ost­see­ur­laub und sechs Tage Elbe­r­ad­weg von der deutsch-tsche­chi­­schen Gren­ze bis Des­sau bie­ten eine Men­ge Gele­gen­hei­ten zu beob­ach­ten und sich sei­ne eige­nen Gedan­ken zu machen. Beson­ders das Rad­wan­dern ist eine ganz eige­ne Form des Rei­sens. Man durch­quert Orte, in die man mit dem Auto nie fah­ren wür­de. Man kommt sehr dicht mit Lebens­wirk­lich­kei­ten in Berüh­rung, von deren Exis­tenz man zwar irgend­wie weiß, die man aber sonst haut­nah nie er-fah­­ren kann. Die ver­schie­de­nen Wahr­neh­mungs­schnip­sel bil­den nicht not­wen­di­ger­wei­se einen grö­ße­ren Zusammenhang....

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Adieu Piraten!

Adieu Piraten!

I Für jeman­den, der sich nie vor­stel­len konn­te, mal in eine poli­ti­sche Par­tei ein­zu­tre­ten, ging es 2009 bei mir dann doch erstaun­lich flott. Ich hat­te schon ein paar Mona­te vor­her über einen Arbeits­kol­le­gen (natür­lich IT'ler) von den Akti­vi­tä­ten die­ser omi­nö­sen Pira­ten­par­tei gehört und ver­folg­te seit­dem im Netz spo­ra­disch deren Aktio­nen. Was die da sag­ten und taten, schien so gar nicht in den her­kömm­li­chen Par­tei­en­zir­kus zu pas­sen, der mich als über­zeug­ten Nicht­wäh­ler schon lan­ge ein­fach nur ankotz­te. Beson­ders gefiel mir der...

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Gegenbewegung

Gegenbewegung

Ich bin ein wasch­ech­ter Ossi. 1964 in einem thü­rin­gi­schen Dorf auf­ge­wach­sen, wur­de ich durch die DDR sozia­li­siert. Mein Bil­dungs­weg führ­te durch die gän­gi­gen Insti­tu­tio­nen des real­exis­tie­ren­den Sozia­lis­mus: Poly­tech­ni­sche Ober­schu­le (POS), Erwei­ter­te Ober­schu­le (EOS), Uni­ver­si­tät, unter­bro­chen durch einen drei­jäh­ri­gen Auf­ent­halt in den Streit­kräf­ten der Natio­na­len Volks­ar­mee (NVA). Obwohl ich mir ins­be­son­de­re im Stu­di­um hin und wie­der den Mund ver­brann­te, war ich weder Staats­feind noch Dis­si­dent, son­dern eher ange­passt wie Mil­lio­nen ande­rer DDR-Bür­­ger auch. Ich habe mei­ne Sta­­si-Akte nie ange­for­dert, vor­aus­ge­setzt es...

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Vielfalt im Dienst der Globalisierung

Vielfalt im Dienst der Globalisierung

"Poli­ti­sche Spra­che ist dazu geschaf­fen, Lügen wahr­haft und Mord respek­ta­bel klin­gen zu las­sen." (Geor­ge Orwell) Eines der in letz­ter Zeit am meis­ten gebrauch­ten und ver­brauch­ten media­len Schlag­wor­te ist Viel­falt. Als Mensch, der in einem sozia­lis­ti­schen Ein­heits­­­par­­tei-Sys­­tem auf­ge­wach­sen ist, kam ich zum ers­ten Mal nach der Wen­de mit der Viel­falt west­deut­scher Medi­en und den dar­in ver­mit­tel­ten poli­ti­schen Über­zeu­gun­gen und Lebens­ent­wür­fen in Berüh­rung. Der Buch- und Zeit­schrif­ten­markt erschien mir im Ver­gleich zur gleich­ge­schal­te­ten Pres­se der DDR wie ein son­ni­ges Para­dies, durch das...

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Ohne Burka am Tonsee

Ohne Burka am Tonsee

Am letz­ten Wochen­en­de ver­brach­te ich einen wun­der­schö­nen spät­som­mer­li­chen Tag an einem klei­nen Natur­see am süd­li­chen Rand von Ber­lin. Der Ton­see (eigent­lich Gro­ßer Ton­teich — sie­he Kom­men­tar unten) in der Nähe von Bes­ten­see (es gibt hier meh­re­re Seen, wie man sich schon den­ken kann) liegt idyl­lisch in ein Wald­stück ein­ge­bet­tet und an sei­nem Ufer befin­det sich ein Cam­ping­platz, des­sen Name schon sagt, wor­um es hier vor­ran­gig geht: FKK Natur­cam­ping Ton­see. Das Wet­ter war herr­lich, das Was­ser klar und frisch, die Menschen...

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Finanzamt kurios

Finanzamt kurios

Es ist mir ein inne­res Her­zens­be­dürf­nis, mal etwas Unter­halt­sa­mes aus der gestren­gen Welt unse­rer Finanz­ver­wal­tung zu berich­ten. In habe näm­lich in letz­ter Zeit einem getreu­en Beam­ten — poli­tisch kor­rekt Beamt_In*x — des Jena­er Finanz­am­tes so rich­tig Arbeit ver­ur­sacht. Zum einen war ich säu­mig, was die Abga­be mei­ner Steu­er­erklä­rung 2014 anbe­langt. Auf­grund einer merk­wür­di­gen Nei­gung zu Unwohl­sein und Brech­reiz über­ge­be ich die­sen für einen gehor­sa­men Staats­bür­ger so sen­si­blen Vor­gang regel­mä­ßig einer Steu­er­be­ra­te­rin. Mein Steu­er­auf­kom­men hält sich über­dies in über­schau­ba­ren Gren­zen und...

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Meine Tochter ist ein Ausländerfeind

Meine Tochter ist ein Ausländerfeind

Wer es noch nicht weiß, ich habe eine klei­ne Toch­ter. Sie lebt in Ber­lin. Vor kur­zem trat die Erzie­he­rin ihrer Kita-Grup­­pe ganz besorgt an die Mut­ter her­an. Es ging um ein bri­san­tes The­ma. Sie möch­te kei­ne Pro­ble­me mit Aus­län­der­feind­lich­keit in ihrer Grup­pe haben. Das Pro­blem ver­or­te­te sie bei mei­ner Toch­ter. Ihr poli­tisch inkor­rek­tes Fehl­ver­hal­ten besteht dar­in, dass sie beim Sin­gen nicht neben Ayman ste­hen möch­te, einem syri­schen Jun­gen. Boah Leu­te, da bleibt einem echt die Spu­cke weg und mein Blutdruck...

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Shakespeare ist mein Freund

Shakespeare ist mein Freund

War­um mir die Homöo­­pa­­thie-Auf­­­re­­gung gegen den Strich geht "Es gibt mehr Ding’ im Him­mel und auf Erden, als Eure Schul­weis­heit sich träumt, Hora­tio." – Wil­liam Shake­speare, Ham­let, 1. Akt, 5. Sze­ne  Ich schrei­be ganz gern mal etwas über Din­ge, die einen Bezug zu mei­nem per­sön­li­chen Leben haben – was man von den auf­ge­reg­ten und nicht sel­ten fana­ti­schen Teil­neh­mern an der stän­dig schwe­len­den Dis­kus­si­on über Homöo­pa­thie nicht gera­de behaup­ten kann. Sehr wahr­schein­lich sind die meis­ten der ver­bal um sich schla­gen­den Homöo­­pa­­thie-Kri­­ti­­ker noch...

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Stille Nacht! Heilige Nacht!

Stille Nacht! Heilige Nacht!

... oder was der Weih­nachts­mann wirk­lich denkt. Man­che hal­ten das Leben für die Kro­ne des Uni­ver­sums. Der Pla­net Erde ist aller­dings das bes­te Bei­spiel dafür, dass an die­ser Ansicht irgend­was nicht hin­hau­en kann. An jedem Ster­nen­tag zur glei­chen Stern­zeit schal­ten Alde­ba­ra­ner und die hoch­ent­wi­ckel­ten Zivi­li­sa­tio­nen der Andro­­me­­da-Gala­xis die Vor­­a­bend-Soup "Mensch­heit" ein, um sich köst­lich zu amü­sie­ren. Da sie auf ihren Wel­ten kei­ne Irren­häu­ser haben, kön­nen sie sich so eine unter­halt­sa­me Vor­stel­lung davon machen, wie es sein muss, wenn ein gan­zer Planet...

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