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Schlagwort: DDR

Vielfalt und Unteilbarkeit

Vielfalt und Unteilbarkeit

Tweet "Wenn es mir ein­fie­le, mich für einen mild­tä­ti­gen Hei­li­gen zu erklä­ren und gleich­zei­tig mei­nem Nach­bar mit einer Axt den Schä­del ein­zu­schla­gen, dann wür­de ich kor­rek­ter­wei­se in die Irren­an­stalt oder auf den elek­tri­schen Stuhl kom­men. Aber genau­so ist der Wider­spruch im Men­schen zwi­schen sei­nen idea­len »Wer­ten« auf der einen und sei­nem rea­len Ver­hal­ten auf der ande­ren Sei­te beschaf­fen." (Wil­helm Reich "Mas­sen­psy­cho­lo­gie des Faschis­mus")   * * * Jedes Jahr am 3. Okto­ber wird die eige­ne Wahr­neh­mung fast auto­ma­tisch auf das...

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Gegenbewegung

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Tweet Ich bin ein wasch­ech­ter Ossi. 1964 in einem thü­rin­gi­schen Dorf auf­ge­wach­sen, wur­de ich durch die DDR sozia­li­siert. Mein Bil­dungs­weg führ­te durch die gän­gi­gen Insti­tu­tio­nen des real­exis­tie­ren­den Sozia­lis­mus: Poly­tech­ni­sche Ober­schu­le (POS), Erwei­ter­te Ober­schu­le (EOS), Uni­ver­si­tät, unter­bro­chen durch einen drei­jäh­ri­gen Auf­ent­halt in den Streit­kräf­ten der Natio­na­len Volks­ar­mee (NVA). Obwohl ich mir ins­be­son­de­re im Stu­di­um hin und wie­der den Mund ver­brann­te, war ich weder Staats­feind noch Dis­si­dent, son­dern eher ange­passt wie Mil­lio­nen ande­rer DDR-Bür­ger auch. Ich habe mei­ne Sta­­si-Akte nie ange­for­dert, vor­aus­ge­setzt...

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ddr2.0

ddr2.0

Tweet In der DDR war die Pres­se frei und unab­hän­gig. Zumin­dest soll­te der gemei­ne Nor­mal­bür­ger das glau­ben, wenn er Tages­zei­tun­gen wie "Frei­es Wort", "Freie Pres­se", "Der Demo­krat" oder die "Frei­heit" las. Dass es damit nicht weit her war, konn­te man schon dar­an sehen, dass — zumin­det im über­re­gio­na­len Teil — alle (un)wesentlichen Infor­ma­tio­nen fast Satz für Satz gleich lau­te­ten. Zwi­schen amt­li­chen Ver­laut­ba­run­gen der Regie­rung und des Polit­bü­ros, Berich­ten von Par­tei­ta­gen und der Plan­erfül­lung in den volks­ei­ge­nen Betrie­ben gähn­te die Lan­ge­wei­le,...

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Rechtspopulisten auf den Mars

Rechtspopulisten auf den Mars

Tweet Ich kom­me erst jetzt dazu ein skur­ri­les Nach­­­wahl-Erle­b­­nis mal kurz auf­zu­schrei­ben. Es ist Mon­tag, ein Tag nach den Land­tags­wah­len, bei denen die AfD in drei Bun­des­län­dern ordent­lich abge­räumt hat. Ich fah­re von der Arbeit nach Hau­se, es ist ca. 18.15 Uhr und ich höre — wie immer — Deutsch­land­ra­dio Kul­tur. Es wird ein Bei­trag über die ESA-Mis­­si­on zum Mars ange­kün­digt. Ein­stieg durch den Mode­ra­tor (es gibt zusätz­lich noch eine Mode­ra­to­rin, die auch mit quas­selt): Auf dem Mars wäre ja...

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