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Schlagwort: Ideologie

Gesellschaft am Rande des Abgrunds

Gesellschaft am Rande des Abgrunds

Vor nicht all­zu lan­ger Zeit pro­bier­te ich als Rad­fah­rer auf dem Heim­weg eine neue Rou­te aus. Der angeb­li­che Rad­weg, den ich benutz­te, ende­te im Nir­gend­wo und ich muss­te auf eine schma­le Wohn­ge­biets­stra­ße ein­schwen­ken. Lei­der war nicht zu erken­nen, dass ich nun ent­ge­gen einer Ein­bahn­stra­ße fuhr, aber die har­te Rea­li­tät belehr­te mich sofort eines Bes­se­ren. Ein PKW, der mir ent­ge­gen­kam, blo­ckier­te die enge Stra­ße und ich muss­te anhal­ten. Der Fah­rer öff­ne­te sein Fens­ter und ging mich sofort rüde an. 50 m...

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Der Wahnsinn der allgemeinen Begriffe

Der Wahnsinn der allgemeinen Begriffe

1876 ver­öf­fent­lich­te der noch rela­tiv jun­ge Fried­rich Nietz­sche als "Vier­tes Stück" sei­ner "Unzeit­ge­mä­ßen Betrach­tun­gen" eine Schrift mit dem Titel "Richard Wag­ner in Bay­reuth". Er ver­pack­te dar­in nicht nur sei­ne gan­ze über­schwäng­li­che Ver­eh­rung für den Fest­spiel­kom­po­nis­ten, son­dern for­mu­lier­te vor allem die ins Pathe­ti­sche gestei­ger­te Hoff­nung aus, des­sen Musik kön­ne zur Über­win­dung der künst­li­chen Ent­frem­dung zwi­schen den Men­schen bei­tra­gen und die in unsäg­li­cher Armuth und Erschöp­fung befind­li­che Cul­tur wie­der zu Erha­ben­heit und anti­ker Grö­ße füh­ren.1 Die­se eher unge­wöhn­li­che Erwar­tungs­hal­tung an Musik begründete...

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Verrannt.

Verrannt.

Ein Kom­men­tar zum Ter­ror­an­schlag von Bar­ce­lo­na Lan­ge habe ich über­legt, ob ich etwas dazu schrei­be. Da geis­tert die­ses Foto durch die Netz­wer­ke. Ein totes Kind liegt auf der Stra­ße in Bar­ce­lo­na. Etwas ent­fernt dane­ben eine Frau, viel­leicht sei­ne Mut­ter. Mög­li­cher­wei­se ist es der bis­her ver­miss­te aus­tra­li­sche Jun­ge, von dem jetzt in den Medi­en die Rede ist. Er war sie­ben Jah­re alt. Es ist ent­setz­lich. Nein, ich kann die­ses Foto nicht ver­lin­ken oder ver­brei­ten, ich ver­mag es kaum anzu­se­hen. Ich habe...

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Vielfalt im Dienst der Globalisierung

Vielfalt im Dienst der Globalisierung

"Poli­ti­sche Spra­che ist dazu geschaf­fen, Lügen wahr­haft und Mord respek­ta­bel klin­gen zu las­sen." (Geor­ge Orwell) Eines der in letz­ter Zeit am meis­ten gebrauch­ten und ver­brauch­ten media­len Schlag­wor­te ist Viel­falt. Als Mensch, der in einem sozia­lis­ti­schen Ein­heits­­­par­­tei-Sys­­tem auf­ge­wach­sen ist, kam ich zum ers­ten Mal nach der Wen­de mit der Viel­falt west­deut­scher Medi­en und den dar­in ver­mit­tel­ten poli­ti­schen Über­zeu­gun­gen und Lebens­ent­wür­fen in Berüh­rung. Der Buch- und Zeit­schrif­ten­markt erschien mir im Ver­gleich zur gleich­ge­schal­te­ten Pres­se der DDR wie ein son­ni­ges Para­dies, durch das...

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Rechtspopulisten auf den Mars

Rechtspopulisten auf den Mars

Ich kom­me erst jetzt dazu ein skur­ri­les Nach­­­wahl-Erle­b­­nis mal kurz auf­zu­schrei­ben. Es ist Mon­tag, ein Tag nach den Land­tags­wah­len, bei denen die AfD in drei Bun­des­län­dern ordent­lich abge­räumt hat. Ich fah­re von der Arbeit nach Hau­se, es ist ca. 18.15 Uhr und ich höre — wie immer — Deutsch­land­ra­dio Kul­tur. Es wird ein Bei­trag über die ESA-Mis­­si­on zum Mars ange­kün­digt. Ein­stieg durch den Mode­ra­tor (es gibt zusätz­lich noch eine Mode­ra­to­rin, die auch mit quas­selt): Auf dem Mars wäre ja eigentlich...

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Meine Tochter ist ein Ausländerfeind

Meine Tochter ist ein Ausländerfeind

Wer es noch nicht weiß, ich habe eine klei­ne Toch­ter. Sie lebt in Ber­lin. Vor kur­zem trat die Erzie­he­rin ihrer Kita-Grup­­pe ganz besorgt an die Mut­ter her­an. Es ging um ein bri­san­tes The­ma. Sie möch­te kei­ne Pro­ble­me mit Aus­län­der­feind­lich­keit in ihrer Grup­pe haben. Das Pro­blem ver­or­te­te sie bei mei­ner Toch­ter. Ihr poli­tisch inkor­rek­tes Fehl­ver­hal­ten besteht dar­in, dass sie beim Sin­gen nicht neben Ayman ste­hen möch­te, einem syri­schen Jun­gen. Boah Leu­te, da bleibt einem echt die Spu­cke weg und mein Blutdruck...

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Der Kyffhäuser und die Ideologen

Der Kyffhäuser und die Ideologen

Der Kyff­häu­ser ist ein klei­nes, aber nichts­des­to­trotz roman­ti­sches Mit­tel­ge­bir­ge an der nörd­li­chen Gren­ze Thü­rin­gens, im Süd­os­ten des Har­zes gele­gen. Er erstreckt sich nur über ca. 70 km² und erreicht sei­ne maxi­ma­le Höhe knapp über 470 m. Scha­ren von Besu­chern wer­den nicht nur durch die schön zu erwan­dern­de wald­rei­che Natur ange­zo­gen, son­dern vor allem durch das Kyff­häu­­ser-Den­k­­mal zu Ehren Kai­ser Wil­helms I., das 1890–1896 auf dem Stand­ort der mit­tel­al­ter­li­chen Burg Kyff­hau­sen (von der auch noch Rui­nen und ein begeh­ba­rer Berg­fried erhalten...

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