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Schlagwort: Piraten

Leute, die auf Plakate starren

Leute, die auf Plakate starren

... und mal wie­der nichts kapie­ren. Zur Zeit kommt der Wahl­kampf für das Amt des Ober­bür­ger­meis­ters in Jena lang­sam in die Gän­ge. Wahl­tag ist der 15. April. Die Stadt hängt nun voll mit Pla­ka­ten der Kan­di­da­ten. Obwohl ich nicht mehr Mit­glied der Pira­ten­par­tei bin, unter­stüt­ze ich aus Über­zeu­gung die Kan­di­da­tin der Jena­er Pira­ten Dr. Hei­drun Jän­chen. Heu­te muss­te ich mir im per­sön­li­chen Umfeld anhö­ren, dass man die auf kei­nen Fall wäh­len kann. Ähm, war­um denn nicht? Wie die auf dem...

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Adieu Piraten!

Adieu Piraten!

I Für jeman­den, der sich nie vor­stel­len konn­te, mal in eine poli­ti­sche Par­tei ein­zu­tre­ten, ging es 2009 bei mir dann doch erstaun­lich flott. Ich hat­te schon ein paar Mona­te vor­her über einen Arbeits­kol­le­gen (natür­lich IT'ler) von den Akti­vi­tä­ten die­ser omi­nö­sen Pira­ten­par­tei gehört und ver­folg­te seit­dem im Netz spo­ra­disch deren Aktio­nen. Was die da sag­ten und taten, schien so gar nicht in den her­kömm­li­chen Par­tei­en­zir­kus zu pas­sen, der mich als über­zeug­ten Nicht­wäh­ler schon lan­ge ein­fach nur ankotz­te. Beson­ders gefiel mir der...

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Augen zu und weiter so (Wahlkommentar Teil 2)

Augen zu und weiter so (Wahlkommentar Teil 2)

Kom­men wir nun zu mei­ner eige­nen Par­tei, den Pira­ten. Tho­mas Ney hat mir dazu in sei­nem Wahl­a­na­­ly­­se-Blo­g­­bei­­trag, den ich hier aus­drück­lich zur Lek­tü­re emp­feh­le, schon eini­ge Arbeit abge­nom­men. 130000 Wäh­ler hat­ten der Pira­ten­par­tei 2011 in Ber­lin ihre (Zweit-)Stimme gege­ben und mit 8,9 % dem poli­ti­schen New­co­mer ein tri­um­pha­les Ergeb­nis ver­schafft. 15 Man­dats­trä­ger zogen als Frak­ti­on ins Ber­li­ner Abge­ord­ne­ten­haus ein. Am Wahl­sonn­tag sind von den knapp 9 % auf ein­mal nur noch 1,7 % übrig geblie­ben. Der Wahl­kampf war auf vollen...

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Profilschärfung

Profilschärfung

Gedan­ken zum aktu­el­len Zustand der Pira­ten­par­tei Pro­fil­schär­fung ist ein böses Wort. Es klingt irgend­wie so neo­li­be­ral. Es ist das Wort der Unter­neh­mens­be­ra­tun­gen und Mar­ke­ting­stra­te­gen. Man denkt unwill­kür­lich an schein­hei­li­ge poli­ti­sche Tak­ti­ken, um Wäh­ler hin­ters Licht zu füh­ren oder an dubio­se Wer­be­feld­zü­ge, um Kon­su­men­ten um ihr Geld zu betrü­gen. Pro­fil­schär­fung kommt gleich hin­ter Leis­tungs­ge­sell­schaft und Mar­ken­kern. Nichts­des­to­trotz hat die Pira­ten­par­tei der­zeit kaum etwas so sehr nötig wie die Schär­fung ihres poli­ti­schen Pro­fils. Ich wer­fe einen Blick in mei­ne heu­ti­ge Twi­t­­ter-Time­­li­­ne und...

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Die Harry-Lauer-Show

Die Harry-Lauer-Show

Sich auf die offi­zi­el­le Mai­ling­lis­te der PIRATEN Thü­rin­gen zu ver­ir­ren, ist unge­fähr so, als ob man in einer Groß­stadt nichts­ah­nend ein öffent­li­ches Pis­soir betritt und in einem Hau­fen Schei­ße aus­rutscht. Der­je­ni­ge, der für die Scheiß­hau­fen ver­ant­wort­lich ist, heißt Harald Peters, lie­be­voll Har­ry genannt. Er ist der Troll der Thü­rin­ger Pira­ten und das schon seit meh­re­ren Jah­ren, ihr Alp­traum, ihre andau­ern­de Tole­ranz­übung, ihr Hass- und Lie­bes­ob­jekt zugleich. Immer dann, wenn die Mai­ling­lis­te mode­riert wur­de, ver­warn­te und sperr­te man ihn für unterschiedlich...

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Das Schuchardt-Phänomen

Das Schuchardt-Phänomen

Einen Tag nach der Kom­mu­nal­wahl fah­re ich mei­nen täg­li­chen Arbeits­weg von Lobe­da ins Stadt­zen­trum — und rei­be mir die Augen. Kann das mög­lich sein? Qua­si über Nacht hat sich die Schwem­me an Schu­­chardt-Pla­­ka­­ten, die in den letz­ten Wochen in fast uner­träg­li­cher Wei­se die gan­ze Stadt über­zo­gen hat, in Nichts auf­ge­löst. Herr Schu­chardt von der CDU ist wie­der in die Bedeu­tungs­lo­sig­keit und das Nichts­tun sei­nes bis­he­ri­gen Stadt­rats­da­seins zurück­ge­kehrt. Der Spuk ist vor­bei, man könn­te auch von fau­lem Zau­ber sprechen.

Krieg ist sexy

Krieg ist sexy

Ich bin zor­nig. Zor­nig und trau­rig zugleich. Mei­ne Genera­ti­on hat den letz­ten Welt­krieg nicht mit­er­lebt. Ich dan­ke mei­nem Schick­sal dafür, dass das so ist. Aber ich habe oft genug die Erzäh­lun­gen der Groß­el­tern und Eltern gehört. Mein Groß­va­ter väter­li­cher­seits irgend­wo an der Ost­front, mei­ne Groß­mutter mit 6 Kin­dern und der letz­ten Habe auf einem Hand­wa­gen auf dem Weg aus Bres­lau her­aus. Der Groß­va­ter mei­ner Freun­din, der Jah­re nach Ende des Krie­ges als gebro­che­ner Mann aus rus­si­scher Kriegs­ge­fan­gen­schaft zurück­kehr­te und dem...

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Frei und wild

Frei und wild

"Wegen ungüns­ti­ger Wit­te­rung fand die deut­sche Revo­lu­ti­on in der Musik statt." (Kurt Tuchol­sky) Wäh­rend bestimm­te Krei­se, deren Gewis­sen beim Tod von ein paar Hun­dert­tau­send Men­schen nicht ins Strau­cheln gerät, das Vier­te Reich vor­be­rei­ten, tobt der Kul­tur­kampf in Deutsch­land der­wei­len – um eine Band. Ich stel­le mir gera­de vor, wie die Freun­de des tota­li­tä­ren Über­wa­chungs­staa­tes in ihren Zir­keln sit­zen und nach­dem sie flei­ßig dar­an gear­bei­tet haben, wel­che Volks­wirt­schaft man in den Ruin trei­ben, wie man den nächs­ten Krieg anzet­teln oder wo man...

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Nicht links, nicht rechts

Nicht links, nicht rechts

Es muss irgend­wann 2008 gewe­sen sein, als ich mich für die Pira­ten zu inter­es­sie­ren begann. Damals fiel mir ins­be­son­de­re die — zu die­ser Zeit noch völ­lig unstrit­ti­ge — Pira­ten­lo­sung "Wir sind nicht links oder rechts, son­dern vorn!" auf. Mir schien da eine Bür­ger­rechts­be­we­gung in Gestalt einer Anti-Par­­tei­en-Par­­tei her­an­zu­wach­sen, die etwas völ­lig Neu­es ver­su­chen woll­te. Als über­zeug­ter Nicht­wäh­ler fühl­te ich mich von der Poli­tik der eta­blier­ten Par­tei­en zutiefst abge­stos­sen und sah die Demo­kra­tie auf einem Ast sit­zen, an dem kor­rup­te Politiker,...

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Shakespeare ist mein Freund

Shakespeare ist mein Freund

War­um mir die Homöo­­pa­­thie-Auf­­­re­­gung gegen den Strich geht "Es gibt mehr Ding’ im Him­mel und auf Erden, als Eure Schul­weis­heit sich träumt, Hora­tio." – Wil­liam Shake­speare, Ham­let, 1. Akt, 5. Sze­ne  Ich schrei­be ganz gern mal etwas über Din­ge, die einen Bezug zu mei­nem per­sön­li­chen Leben haben – was man von den auf­ge­reg­ten und nicht sel­ten fana­ti­schen Teil­neh­mern an der stän­dig schwe­len­den Dis­kus­si­on über Homöo­pa­thie nicht gera­de behaup­ten kann. Sehr wahr­schein­lich sind die meis­ten der ver­bal um sich schla­gen­den Homöo­­pa­­thie-Kri­­ti­­ker noch...

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