Blog

Der verwaltete Eros (Teil 2)

Der verwaltete Eros (Teil 2)

Vor nicht all­zu lan­ger Zeit habe ich einem Blog­post ein Zitat von Hakim Bey vor­an­ge­stellt: "Wir haben kei­ne Begier­den. Wir sind die Opfer von Miß­brauch." Der Text beschäf­tigt sich mit den media­len Aus­wüch­sen von Heu­che­lei und Dop­pel­mo­ral im Bereich der Sexua­li­tät. Es ist genau die­se unsäg­li­che Dop­pel­mo­ral, die sich durch alle der­zei­ti­gen Dis­kus­sio­nen über angeb­li­chen oder tat­säch­li­chen Sexis­mus zieht. Schrä­ge bun­te Mäd­chen, augen­schein­lich ohne jeg­li­che Lebens­er­fah­rung queer­fe­mi­nis­tisch daher­theo­re­ti­sie­rend, glau­ben Män­ner für alles und jedes ver­ant­wort­lich machen zu kön­nen — alte...

Wei­ter­le­sen Wei­ter­le­sen

Der verwaltete Eros (Teil 1)

Der verwaltete Eros (Teil 1)

"Ero­tik ist Über­win­dung von Hin­der­nis­sen. Das ver­lo­ckends­te und popu­lärs­te Hin­der­nis ist die Moral." (Karl Kraus) Wie wahr­schein­lich bei vie­len ande­ren auch, war mein ers­tes Mal wenig berau­schend. Ich kom­me nicht umhin, ein wenig aus dem Näh­käst­chen zu plau­dern, um mich dem Kern mei­nes The­mas anzu­nä­hern. Man möge es mir ver­zei­hen. Es war Sil­ves­ter 1982 und ein klei­ner Kreis jun­ger Leu­te fei­er­te in einem Gar­ten­haus in der Nähe eines klei­nen thü­rin­gi­schen Waldor­tes. Es war kalt und es lag viel Schnee. Die...

Wei­ter­le­sen Wei­ter­le­sen

Adieu Piraten!

Adieu Piraten!

I Für jeman­den, der sich nie vor­stel­len konn­te, mal in eine poli­ti­sche Par­tei ein­zu­tre­ten, ging es 2009 bei mir dann doch erstaun­lich flott. Ich hat­te schon ein paar Mona­te vor­her über einen Arbeits­kol­le­gen (natür­lich IT'ler) von den Akti­vi­tä­ten die­ser omi­nö­sen Pira­ten­par­tei gehört und ver­folg­te seit­dem im Netz spo­ra­disch deren Aktio­nen. Was die da sag­ten und taten, schien so gar nicht in den her­kömm­li­chen Par­tei­en­zir­kus zu pas­sen, der mich als über­zeug­ten Nicht­wäh­ler schon lan­ge ein­fach nur ankotz­te. Beson­ders gefiel mir der...

Wei­ter­le­sen Wei­ter­le­sen

Gesellschaft am Rande des Abgrunds

Gesellschaft am Rande des Abgrunds

Vor nicht all­zu lan­ger Zeit pro­bier­te ich als Rad­fah­rer auf dem Heim­weg eine neue Rou­te aus. Der angeb­li­che Rad­weg, den ich benutz­te, ende­te im Nir­gend­wo und ich muss­te auf eine schma­le Wohn­ge­biets­stra­ße ein­schwen­ken. Lei­der war nicht zu erken­nen, dass ich nun ent­ge­gen einer Ein­bahn­stra­ße fuhr, aber die har­te Rea­li­tät belehr­te mich sofort eines Bes­se­ren. Ein PKW, der mir ent­ge­gen­kam, blo­ckier­te die enge Stra­ße und ich muss­te anhal­ten. Der Fah­rer öff­ne­te sein Fens­ter und ging mich sofort rüde an. 50 m...

Wei­ter­le­sen Wei­ter­le­sen

Der Wahnsinn der allgemeinen Begriffe

Der Wahnsinn der allgemeinen Begriffe

1876 ver­öf­fent­lich­te der noch rela­tiv jun­ge Fried­rich Nietz­sche als "Vier­tes Stück" sei­ner "Unzeit­ge­mä­ßen Betrach­tun­gen" eine Schrift mit dem Titel "Richard Wag­ner in Bay­reuth". Er ver­pack­te dar­in nicht nur sei­ne gan­ze über­schwäng­li­che Ver­eh­rung für den Fest­spiel­kom­po­nis­ten, son­dern for­mu­lier­te vor allem die ins Pathe­ti­sche gestei­ger­te Hoff­nung aus, des­sen Musik kön­ne zur Über­win­dung der künst­li­chen Ent­frem­dung zwi­schen den Men­schen bei­tra­gen und die in unsäg­li­cher Armuth und Erschöp­fung befind­li­che Cul­tur wie­der zu Erha­ben­heit und anti­ker Grö­ße füh­ren. Die­se eher unge­wöhn­li­che Erwar­tungs­hal­tung an Musik begrün­de­te...

Wei­ter­le­sen Wei­ter­le­sen